Hannes sitzt hinten im Flieger – ich vorne. Wir kennen uns nicht. Ich schlaf wie immer sofort im Flieger ein. Köln. Ausstieg. Wir gehen nebeneinander her wie Fremde. Ich kann so nicht. Konnte so noch nie funktionieren oder gar Frust verdrängen. Klare Endsätze, friedvoller Abgang und/ oder ein befreiendes Lachen – ja, dann geht’s. Doch so? Nee – so geht das nicht mit mir. Wer mich kennt oder es drauf anlegt, schafft es, mich so zu „zerbrechen“… Ich bin fix und alle. Vor der Tür wartet das Kamerateam. Bevor die Tür aufgeht muss was passieren. Passiert auch. Wir zwei Eierköppe gucken uns an. Schütteln den Kopf und grinsen. Jeder sagt noch einen Satz zum „Thema“ und dann ist gut. Vergessen der Stress und erst recht kein 2. Aufwärmen des „Themas“. Niemals! Ein zweites Aufwärmen gibt es bei uns lediglich bei Eintopf und Rotkohl.
Wir lernen die anderen Paare kennen, die Jury und den Moderator. Peng und puff. Verdammt – Hannes und ich müssen als Erste präsentieren. Keiner von uns 5 Paaren weiß was nun kommt. Während uns vor der Jury das Blut zu Kopfe und als Wasser vor der Stirn verdampft, sitzen die anderen Paare im „Kuschelraum“ und können uns zusehen. Ich könnte schreien – ich hab noch nie so unqualifiziert daher geredet wie heute. Hannes hat dafür über Marketing wie ein Wasserfall geredet und ich dann über die Speisekarte. Hallo? Wie schräg ist das denn? Wohl auch eine Form vom gegenseitigen dualen Ausloten unserer Stärken und Schwächen. Hannes und ich sind uns einig: Wir mögen und mochten sachliche Kritik schon immer. Und dafür dann auch noch 10.00 EURO zu bekommen, fetzt doch!
Wir fliegen getrennt heim. Nein – nicht wegen einem Streit, sondern Aufgabenstellung der Jury. Hannes bleibt in Köln, bei mir geht’s gen HH.