Firmen/Presse/Baumaterial… Das Taggeschehen wechselt fast sekündlich. Irgendwie planlos. Chaotisch. Dennoch mit System und überschaubar. Ich bleibe ruhig. Erinnere mich an meine früheren 2 Großbaustellen und streiche im Kopf die Tage bis zur Eröffnung ab und die Nächte wieder zu. Passt. Was mitunter richtig doll aufhält sind die Überraschungen. Nun ist auch noch die Lüftung vorm Arsch und muss raus. Ganz raus. Das heißt auch, dass die Decke raus muss. Die Männer stöhnen – ich sag prima: So kommen wir ungeplant doch noch zu 30 cm mehr Raumhöhe. Mit dem Deckenaustausch kommt natürlich auch wieder die nächste Kostennote auf uns zu. Wie denn nun wieder diese ins eh schmale Budget ein- und unterfädeln? Deckentausch heißt jedoch auch – erneut Kostenvoranschläge einholen, abwarten, Tee trinken. Ok – dafür ist der Keller fast fertig. Hannes, Lennert und Viereck waren mehr als fleißig. Die Mitarbeiterräume sind bereits gestrichen. Manu hat wieder gewischt. Gut. Dann können wir ja nun die Schränke ordern, Kalender kaufen, Duschvorhänge besorgen. Jo – fürs Personal ist erst einmal gesorgt. Wichtig. Ganz wichtig, denn wenn es den Mitarbeitern nicht gut geht, dann wird es auch unseren Gästen nicht gut gehen. Eine einfache Logik, die Hannes und ich da haben – doch sie ist bestens bewährt und zahlt sich zigfach aus. Hm … zurück zur Lüftung. Ja, ja … Ausbau der Lüftung ist super, Deckenhöhenzugewinn noch geiler – doch urplötzlich öffnen sich damit ja auch gaaaanz andere Möglichkeiten für die Decken- und Farbgestaltung. Ideen fließen rein; raus – hin und her. Hannes und ich debattieren, wägen ab. Einigung muss erzielt werden und unsere Geschmäcker driften aufeinander. Auch darauf einigen wir uns. Bleiben auch standhaft als uns vorgeschlagen wird schon andere Aufträge zu vergeben. Nö – tun wir nicht. Mit der Decke ergeben sich Materialkomponenten für die Wand und so lange muss nun noch gewartet werden. Sagten vorher die Kameraleute das wir sie eines Tages „hassen“ werden, dreht sich grade der Spieß um. Unserer „Mannschaft“ wird es mulmig, ob alles noch zu schaffen ist, wird für sie gerade fraglich. Für uns beide nicht und wir behalten deshalb unser dickes Fell.